Hallo an alle Bolonkaliebhaber und alle Besitzer eines Vierbeiners. Heute möchten wir weiter mit der Thematik Hundeerziehung fortfahren. Speziell das Kommandotraining möchten wir euch weiter erläutern. Zuletzt haben wir euch Tipps gegeben wie ihr euren Liebling auf vier Pfoten das Kommando „Sitz“ beibringt. Nun habt ihr einige Zeit gehabt dieses Kommando zu üben und es müßte nun auch schon gut klappen. Sicher hat es einige Zeit gedauert bis euer Liebling das gemacht hat was ihr wolltet aber am Ende hat er es verstanden und das ist letzendlich ja das Ziel. Das heißt wenn ihr euren Vierbeiner jetzt das Kommando sitzt gebt sollte er auch sitzen bleiben.

Ihr habt aber sicherlich auch beim spazieren gehen in gewissen Ausnahmesituationen gemerkt das es dort Probleme gab euren Hund mit dem Kommando zu erreichen. Für diese Situationen gibt es auch Trainingsmaßnahmen die wir euch nun einmal näher bringen möchten. Wichtig ist dabei aber das euer Hund den Grundbefehl „Sitz“ beherrscht.

Das Kommando Sitz in Ausnahmesituationen

Im richtigen Leben gibt es auch immer wieder Situationen wo euer Hund abgelenkt ist, und überhaupt keine Lust hat sich zu setzen. Aber gerade in diesen Situationen ist es wichtig, das er auf euer Sitzkommando sofort reagiert. Daher müsst ihr eine Übungssituation herbei führen die es eurem Vierbeiner schwerer macht. Das machen wir nicht um ihn zu ärgern, sonder einzig und allein zu eurer und zu seiner Sicherheit. Diese Übungssituation könnte folgendermaßen aussehen:

Zum Beispiel könntet ihr einen Ball vor seine Nase halten, und in dem Moment wo der Ball losrollt, gebt ihr das Kommando „Sitz“. Oder ihr bittet eine andere Person eurem Hund einen Gegenstand z. B. ein Würstchen oder ein Leckerli was er ganz besonders mag , zu zeigen, das euer Hund natürlich gerne haben möchte und in dem Moment wo er loslaufen will, gebt ihr das Kommando „Sitz“.

Es versteht sich von selbst, das euer Hund zu Beginn mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht auf euer Kommando reagieren wird. Deshalb kommt jetzt etwas ins Spiel was wir negative Verstärkung nennen. Negative Verstärkung bedeutet, dass ein negativer Einfluss, also ein unangenehmer Reiz, solange auf den Hund wirkt, bis dieser das gewünschte Verhalten zeigt. In diesem Fall bis er sich setzt. Dann hört diese unangenehme Einwirkung sofort auf, und der Hund wird gelobt. So als hätte er diese Übung von sich aus ganz toll gemacht.

Ein negativer Reiz den ihr auf euren Hund ausüben könnt, wäre z. B. ein Griff an die Halsunterseite. Ihr könnt diesen Griff auch vereinfachen indem ihr einen kleinen Ruck am Halsband eures Hundes nach hinten und oben durchführt, und ihr diesen Ruck solange wiederholt bis sich euer Hund hinsetzt. Ihr könnt ihn aber auch wie es unter Hunden üblich wäre, solange in den Po kneifen, bis er sich hinsetzt um sein Hinterteil zu schützen.

In dem Moment wo sich euer Hund hinsetzt, beendet ihr alle unangenehmen Einwirkungen sofort, und lobt und belohnt ihn, als hätte er das Ganze „freiwillig“ richtig super gemacht. Durch diese positive Verstärkung erreicht ihr, das euer Hund immer noch gern „Sitz“ macht und durch die negative Verstärkung erreicht ihr, das er immer und unter allen Umständen „Sitz“ macht. Denn unser „Geknuffe“ kann er vermeiden, indem er sich immer schnell selbst hinsetzt.

Wir empfehlen euch diese Übungen so lange zu üben bis euer Vierbeiner auch in den oben genannten Reizsituationen beim Kommando „Sitz“ auch wirklich sitzen bleibt.

Wir wünschen euch gute Trainingserfolge. Und denkt immer daran, euer Hund kann nur gut werden wenn ihr konsequent mit ihm übt. Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß.

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